DHG Fidelitas-Karlstein

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Frühjahrskonvent 2011

Einmal Bayern und zurück


Es ist der 6. Mai 2011 kurz vor 16:00 Uhr und ich komme endlich an unserem Verbindungshaus in Darmstadt an. Ich bin einer der zwei Füxe, die zum ersten Mal zu einem Frühjahrskonvent mitfahren. Dementsprechend wissen wir auch nicht, worauf wir uns einstellen müssen. Drei Hosen, ein Rock, drei Taschen oder doch nur zwei  Wechselhose und keinen Rock? Wie feste muss „festes Schuhwerk zum Wandern“ sein? Auf jeden Fall muss etwas Schönes für den Konvent dabei sein. Und wie viele Schuhe sind überhaupt notwendig??? Fragen über Fragen und doch passen letzten Endes alle Taschen und Koffer ins Auto nebst  Kommersbüchern, zwei Kästen Getränken und der Klampfe, die uns das gesamte Wochenende nicht mehr loslassen wird.

Die Abfahrtszeit wurde auf 17:00 Uhr adH. Angesetzt und alle waren voller Euphorie, als wir pünktlich um 17:00 Uhr hct. alle im Auto saßen. Auch durch nochmaliges Anhalten und Zurückfahren – wenn einer eine Reise tut… – konnte unsere Abenteuerlust nicht gebremst werden. Endlich auf der Autobahn, endlich Richtung Bayern, endlich die erste von gefühlten sieben Baustellen auf der A3.  Aber das wäre doch gelacht, wenn wir uns die Zeit in den Baustellen nicht schön singen könnten! Mit hr3 100% Deutsch und genug Haribo hatten zumindest meine Mitfahrer viel Spaß und gemächlich arbeiteten wir uns Richtung Altmühltal und somit Richtung Wochenende vor. Ohne Zwischenfälle kamen wir unserem Ziel in idyllischer Pampa immer näher. Nach knapp vier Stunden dann durften sich unsere müden Glieder endlich strecken. Nach den ersten Blicken, die wir von der nächtlichen Landschaft erhaschen konnten und der Reunion mit unseren Alten Herren bzw. Hohen Damen, ging es auf die Zimmer. Die im Landhausstil gehaltenen Räumlichkeiten wurden rasch aufgeteilt. Am Ende des Tages konnten wir dann über Neuigkeiten bei einer Brotzeit in geselliger Runde plaudern. Diese offizielle Atmosphäre verlangte praktisch nach einer Fuxung: So schnell wurden aus zwei, drei Füxe!

Mit nur wenigen Stunden Schlaf ging es direkt in den nächsten Tag. Hätten wir gewusst, welche Torturen auf uns zukommen, wir wären früher in dem Traum von Landhausidylle zu Bett gegangen. Aber Spaß bei Seite, der Tag war zwar stellenweise etwas fordernd, aber wir wurden mit malerischen Panoramen, wunderbarem Wetter und bayerischer Gastfreundlichkeit entschädigt. Damit sich auch jeder etwas darunter vorstellen kann, hier nun meine  Zusammenfassung: Nach einem guten (also wirklich leckeren!) Frühstück ging es pünktlich, diesmal wirklich wie vereinbart, um 09:30 Uhr los. Die Felswände hinter unserem Appartement hatte ich schon erwähnt, oder? Wirklich nicht? Da waren Felswände direkt hinter unserem Appartement und genau dort oben lag unser erstes Ziel. Da aber niemand von uns seine Kletterausrüstung dabei hatte, nahmen wir den konventionellen Weg und gelangten so auf gefühlter 15% Steigung durch den Wald auf den Berg inklusive Burgruine. Die grandiose Aussicht über das Altmühltal war die Arbeit allemal wert! Weiter ging es ohne Pause – hatten ja auch grade erst gefrühstückt – Richtung Kehlheim und damit endlich auch einmal bergab. Während sich die einen in der Tropfsteinhöhle am Rande des Weges umsahen, genossen die anderen das schöne Wetter und den Biergarten. Kehlheim selbst haben wir sozusagen nur gestreift und sind auf dem direkten Weg hoch zur Befreiungshalle. Nach einem kleinen kulturellen Einschub einer unserer Bundesschwestern und weiteren Fotos des fantastischen Ausblicks, waren wir auch schon im Donautal gelandet. Eben noch fotografiert, jetzt schon mittendrin: Eine Schiffsfahrt auf der Donau stand auf dem Programm mit direktem Kurs auf das Kloster Weltenburg. Mittlerweile sind wir schon einige Stunden unterwegs gewesen und nach der Stärkung durch die leckeren, von den Mönchen eigens hergestellten Kaltschalengetränken, ging es auf den Spuren der Kelten wieder Richtung Essing, wo alles begann. Unsere Reisegruppe war am Ende schon froh, als sie die liebevoll in die Felswand eingearbeiteten Häuser unserer vorübergehenden Heimat näherkommen sahen. Nach diesem Tag hatten wir immerhin die Frage geklärt, wie feste „festes Schuhwerk“ sein sollte. Nachdem sich manch einer durch die halbe Speisekarte futterte, in der Hoffnung die Strapazen des Tages zu kompensieren, ging es ohne Umwege direkt ins Bett und ein erfolgreicher Tag fand für die Meisten um Mitternacht ein Ende.

Mit dem Sonntag brach dann leider auch schon der letzte Tag unseres kleinen aber feinen Wochenendausflugs an. Nach einem verhältnismäßig kurzen Konvent hatten wir grade noch Zeit und Kraft für einen kleinen Spaziergang entlang der Altmühl. Vor allem für die Ingenieure unter uns war die „Längste Holzbrücke Europas“ ein zu bestaunendes Meisterwerk der Architektur. Zugegebenermaßen war sie nicht komplett aus Holz, aber immerhin aus sehr, sehr viel Holz.

Zum Abschluss haben wir uns nochmal alle versammelt, um noch ein Liedchen zu singen und uns im strahlenden Sonnenschein gen Darmstadt auf den Heimweg zu machen.

An dieser Stelle möchte ich mich auch im Namen der ganzen Aktivitas für die Großzügigkeit unserer Alten Herren und Hohen Damen bedanken. Es war ein super schönes Wochenende mit allen und ich freue mich schon auf den nächsten Frühjahrskonvent mit toller Landschaft, geselligen Abenden und viel Spaß!

Fidele Grüße,

Kathinka

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